
Hier wolllen wir kurz auf die Auwaldzecke eingehen, da diese - noch recht unbekannte - Form, immer weiter auf dem Vormarsch ist und, wenn sie Hunde infizieren (nicht jede Zecke ist Träger), kann dies für den Hund lebensgefährliche Auswirkungen haben.
Die Auwaldzecke (Dermacentor reticulatus) ist größer und bunter
als
andere Zeckenarten (sieht aus wie gepunktet und unterscheidet sich damit
deutlich von der "normalen" Zecke, deren Körper bräunlich-schwarz
oder rot ist). Weibchen sind weniger bunt, bei den Männchen ist
der ganze Rücken gepunktet. Das Zeckenweibchen ist nüchtern
etwa 2-5, vollgesogen sogar bis zu 16 Millimeter groß. Der Lebensraum
ist bevorzugt in feuchten Wald- oder Moorgebieten.
Ursprünglich in Ungarn, Österreich und Südpolen zu finden hat sie sich in den vergangenen Jahren stark vermehrt und damit auch ausgebreitet. In Deutschland lebt diese Zeckenart entlang des Oberrheins und der Elbe, im Saarland und Rheinland-Pfalz. In jüngster Vergangenheit hat sie sich über den Fläming hinaus nach Berlin und Brandenburg hin ausgebreitet. Mittlerweile (Stand Juli 2004) haben sich die Auwaldzecken auch in Baden-Württemberg eingelebt. Die ausgewachsenen Auwaldzecke befällt große Haustiere wie Pferde und Hunde aber auch Wildtiere wie Rehe, Wildschweine und Füchse.
Besonders gefährlich ist die Auwaldzecke für Hunde. Sie überträgt Babesien. Das sind einzellige Blutparasiten, die sich in den Speicheldrüsen der Zecke befinden.
Diese
Babesien erzeugen die Babesiose, auch Hunde-Malaria genannt, eine für
den infizierten Hund lebensgefährliche Krankheit.
Typische Krankheitssymptome, die auch einem Laien auffallen: Hohes
Fieber (bis 42 °C), auffallende Müdigkeit, Harn verfärbt
sich und Schleimhäute ebenfalls.
Um der Forschung in Bezug auf Ausbreitung und infizierter Tiere Unterstützung zu geben, haben Sie die Möglichkeit, Tiere, die Sie finden, einzuschicken.
Parasitus Ex e.V.
z.Hd. Dr. Thorsten J. Naucke
Volllbergstr. 37
53859 Niederkassel
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