Voraussetzung für einen Start im Agility ist in Deutschland die sogenannte Begleithundeprüfung / VT.
Jeder Hund, der mindestens 15 Monate ist, eine Leistungskarte besitzt und sein Hundeführer einem Hundesportverein des VDH angehört, kann diese Prüfung ablegen.

Sie besteht aus mehreren Teilen:
Der Sachkundenachweis des Hundeführers. Dies ist i.d.R. ein schriftlicher Test mit standartisierten Fragen, die man per Ankreuzen beantwortet. Manchmal behalten sich Leistungsrichter auch vor, diesen Test durch eine mündliche Befragung zu ersetzen - habe ich schon erlebt.
Hier kann man sich die Fragen herunterladen: DVG-Begleithund
Die Unterordnung: Dies ist der sicherlich am meisten gefürchtete Teil der Prüfung. Der Ablauf ist immer gleich. Seht dazu das folgende Laufschema:


Die Gruppe:
Es befinden sich, neben dem Leistungsrichter, zwei Teams und der
Prüfungsleiter auf dem Platz. Diese zwei Teams haben - nach einem festgelegten Ablauf - ihre Prüfung zu absolvieren, die mit der offiziellen Anmeldung beim Richter beginnt und mit einer ebenso offiziellen Abmeldung endet. Dann erfolgt die öffentliche Bewertung und die Bekanntgabe des Ergebnisses, bestanden oder nicht. Es wird die Leinenführigkeit, die Freifolge, das Sitz und Platz aus der Bewegung mit Heranrufen und die Ablage des Hundes unter Ablenkung gefordert. D.h., dass der Hund liegt, Sie sich ca. 40 Schritt wegbewegen, ihrem Hund den Rücken zudrehen, während der zweite Hund auf dem Platz die vorgenannten Übungen absolviert. Nicht immer ganz einfach, aber auch hier macht Übung den Meister.
Diesen Teil nur theoretisch zu erklären ist eigentlich fast nicht möglich, deshalb soll dies hier nur einen kurzen Einblick in die Anforderungen stellen, mehr dazu erfahrt ihr sicherlich in einem Hundesportverein in eurer Nähe.
Der Straßenteil folgt, wenn die UO bestanden wurde und nachdem alle Hunde die Prüfung gelaufen sind. Dieser Teil hat an Bedeutung zugenommen und die Anforderungen wurden erhöht. Der Straßenteil findet immer im Außengelände statt (daher auch der Name) und hier hat der Richter - im Rahmen der Vorgaben und des Geländes - relativ freie Hand, man simuliert alltägliche Situationen, die jedem schon begegnet sind. Einige wünsche sich hierfür ein Einkaufszentrum, anderen genügt es, wenn die Hunde diese - immer ähnlichen Übungen, auf einem Feldweg absolvieren.
Fast immer Bestandteil sind Übungen wie das Anbinden des Hundes und Alleinelassen, während ein anderer Hund in angemessenem Abstand vorbeiläuft. Abliegen in einer Gruppe von Menschen, das gleiche gilt für Sitz - und wieder alleine lassen. Begegnungen mit Fahrradfahrern, Joggern, Autos und vielleicht Betrunkenen werden simuliert. Hier soll festgestellt werden, wie der Hund auf seine Umwelt reagiert und sich verhält. Erwünscht ist neutrales Verhalten, aggressives Verhalten kann schnell zum Ausschluß führen.
