Karabiner-, Bolzen-, Zangenhaken und Co.
(Ein kleiner Exkurs über Qualität und Verwendung)
Karabinerhaken
(Modell Baumarkt und Vaude)
Der Karbinerhaken, auch Feuerwehr-Karabiner genannt eigent sich aufgrund
seiner Konzeption eigentlich nur für die Schleppleine oder zum
festen Anlegen des Hundes. Durch die "offene" Ringkonstruktion
kann die angebrachte Leine leicht verrutschen, was auf Dauer sehr zu
Lasten der Bedienbarkeit geht.
Modell Baumarkt:
Für knapp einen Euro im Baumarkt erstanden kann
ich
eigentlich nur sagen das Geld war verschenkt, miese Verarbeitung (sehr
scharfe Stanzkanten) und zweifelhaftes Material (verzinktes Irgendwas)
lassen hier keine Freude bei der Handhabung aufkommen.
Fazit: Finger weg!

Modell Vaude Lucky:
Für ebenfalls einen Euro, aus dem Trekkingladen,
kommt
der kleine Vaude-Karabiner. Beste Verarbeitung und ein enorm zugfestes
Material, sehr leicht. Die Oberfläche ist farbig eloxiert. Leider
gibt es aufgrund des doch recht "schwergänigen" Federverschlusses
auch Abzüge in der B-Note (Bedienbarkeit).
Fazit: Mein Favorit bei den Karabinerhaken.

Bolzenhaken:
Der wohl an den meisten Leinen zu findende Haken. Einfach zu handhaben
relativ robust und zuverlässig. Für die Schleppleine ist
er nicht allzugut geeignet da er sich, falls er verschmutzt, nur noch
sehr schwer öffnen
und schließen lässt. Auch hier gibt es riesige Qualitätsunterschiede;
es sollte darauf geachtet werden dass der eigentliche Bolzen stramm
in der Führung sitzt und nicht zu stark wackelt, die Feder unter
dem Bolzen sollte recht stramm sitzen und sich trotzdem gut mit dem
Daumen herrunterdrücken
lassen.
Hin und wieder sollte man den Bolzen mit einem Tropfen Nähmaschinenöl
schmieren. Mit dem Zangenhaken (siehe unten) die erste Wahl für
die normale Leine.
Fazit: Im Großen und Ganzen OK.

Zangenhaken:
Einfach zu handhaben relativ robust und zuverlässig. Verschmutzung
macht ihm nichts aus er funktioniert fast immer. Eignet sich hervorragend
sowohl für die normale Leine als auch für die Scheppleine
(gerade für diese). Er ermöglicht ein schnelles, einfaches
Ein- und Aushaken der Leine. Aufgrund seiner sich überkreuzenden
Konstruktion sollte er auch geschlossen bleiben wenn die Feder bricht,
vorrausgesetzt es ist ausreichend Zug auf dem Haken.
Einziges Manko ist die recht mikerig ausgefallene Wirbelkonstruktion oben
am Haken.
Fazit: Der Allrounder!

Das nötige Band findet man entweder auch im Baumarkt, am besten gleich mehr als fünf Meter kaufen, kann man nämlich immer gebrauchen oder auch im Trekking-Bedarf, hier zwar nicht immer sehr günstig, aber dafür haltbar.
© S. Mehrmann
